10. Februar 2025
FairnessRespektKlarheitVerhalten
Fairness ist ein Begriff, der oft überhört wird. Dabei ist sie essenziell für sozialen Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und langfristigen Erfolg – sowohl im Beruf als auch privat. Doch warum scheint sie so oft unterzugehen? Und wie können wir sie wieder ins Zentrum unserer Kommunikation und unseres Handelns rücken?
Echte Fairness setzt Respekt voraus – für sich selbst und andere. Sie zeigt sich in unserem Umgang miteinander, in Sprache und Haltung. Worte haben Macht. Sie können Beziehungen stärken oder vergiften. Wer Fairness lebt, baut andere auf, statt Schuldzuweisungen zu machen. Ein einfacher sprachlicher Unterschied kann große Wirkung haben: Ein „Ja, aber…“ schränkt ein, während ein „Ja, und…“ den Dialog erweitert.
Ein fairer Mensch gönnt nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Erfolg. Das Gegenteil sind jene, die andere kleinreden, Emotionen bagatellisieren oder Chancen verwehren. Wie oft hören wir Sätze wie „Freu dich nicht zu früh!“ oder „Das geht nicht!“? Ein respektvoller Umgang bedeutet, Alternativen aufzuzeigen, zuzuhören und eine Atmosphäre zu schaffen, in der Menschen wachsen können.
Ein einfacher rhetorischer Trick hilft: Statt einschränkender Formulierungen konstruktive Alternativen wählen. „Warum hast du nicht angerufen?“ wird zu „Schön, dass du dich meldest!“. Wer Fairness lebt, ermöglicht, anstatt zu begrenzen und wird selbst als inspirierend wahrgenommen.
Fair zu sein bedeutet nicht, sich selbst aufzuopfern oder immer „Ja“ zu sagen. Wer es allen recht machen will, verliert oft den eigenen Respekt – und den der anderen gleich mit. Wahre Fairness beginnt dort, wo man sich selbst schützt. Klare Grenzen setzen, ohne respektlos zu sein, ist entscheidend.
Ein Wechsel in der Wortwahl hilft: Statt „Ja, aber ich weiß nicht, wie ich das noch schaffen soll“ zu sagen, wirkt „Nein, aber ich gebe dir gerne einen Kontakt, der dir helfen kann“ viel souveräner. Ein Nein macht nicht unfreundlich, sondern zeigt Selbstachtung und schafft Verlässlichkeit.
Drei Prinzipien für Fairness und Respekt
1. Aufbauen statt zerstören: Faire Menschen nutzen Worte, um zu inspirieren. Sie arbeiten konstruktiv, nicht destruktiv.
2. Ermöglichen statt einschränken: Sie geben Chancen und sprechen unterstützend.
3. Grenzen setzen statt sich selbst opfern: Sie respektieren sich selbst und sagen klar, aber freundlich Nein.
Wer sich diese Prinzipien zu eigen macht, stärkt seine Beziehungen. Ob im Berufsalltag, im Familienleben oder im Freundeskreis: Fairness bringt Respekt, und Respekt bringt Ansehen. So können wir unsere Persönlichkeit positiv entwickeln – souverän, empathisch und ohne unseren Selbstwert aus den Augen zu verlieren.
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