16. Dezember 2017
WirkungAuftrittCharismaRhetorikKörpersprache
Wer bewundert sie nicht - Menschen, die andere in ihren Bann ziehen, denen man gerne zuhört, die einfach eine starke Ausstrahlung haben. Woher kommt diese Ausstrahlung und vor allem: Können wir sie uns einfach aneignen?
Ursprünglich im christlichen Kontext verwendet, wird Charisma aus dem Griechischen mit „Gnadengabe“ übersetzt. Sie sollte ein wohlwollendes Geschenk Gottes an einen Menschen sein, um diese wiederum für andere Menschen einzusetzen. Ein schöner Gedanke, der jedoch leicht verleitet, passiv zu werden und auf Gaben - woher auch immer - zu warten.
Im heutigen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontext interpretieren wir Charisma etwas anders. Persönlichkeiten werden als charismatisch wahrgenommen, wenn sie eine Vorbildfunktion einnehmen, wenn sie Visionen attraktiv und überzeugend vermitteln können und andere zu besonderen Leistungen oder einem bestimmten Verhalten motivieren.
Martin Luther King löste durch seinen friedlichen Einsatz für die Rechte vor allem schwarzer US-Bürger eine Revolution aus. Seine Rede „I Have A Dream“ wird für immer unvergessen bleiben. Lady Diana wurde nicht umsonst „Die Königin der Herzen“ genannt. Und Apple wäre vermutlich ohne Steve Jobs‘ Charisma nicht das, was es heute ist.
Es gibt viele Versuche, Charisma festzumachen. Einige Merkmale prägen jedoch alle charismatischen Persönlichkeiten:
Auch wenn nicht jeder von uns ein Dalai Lama oder eine Marilyn Monroe wird - unser eigenes Charisma können wir dennoch zum Leuchten bringen. Basis dafür ist es, sich selbst anzunehmen und auf die eigenen Stärken statt Schwächen zu schauen. Dazu gehört auch, Fehler mit Humor zu nehmen und sich selbst und anderen gegenüber nicht nachtragend zu sein.
Im Jetzt zu leben und Anteil am Leben anderer zu nehmen, ist ein weiterer wesentlicher Schritt, an der Ausstrahlung zu arbeiten. Wer ständig in sein Smartphone guckt anstatt offen zu sein, was gerade im echten Leben passiert, wird weder Empathie zeigen noch Sympathie ernten können.
Und zu guter Letzt die rhetorische Komponente: Sag deine Meinung. Brich eine Lanze für jemanden, auch wenn es nicht deinen Eigennutzen betrifft. Viele halten sich in Besprechungen und Diskussionen zurück. Damit überlassen sie den Lauten die Bühne. Für Stille bedarf es etwas Mut und Übung, aber die Wirkung ist immens: Der Stolz darüber, es getan zu haben, prägt die innere Haltung und erhöht die Leuchtkraft nach außen.
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